AKTIVA Werkstätten im Oberlinhaus

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Projekt Reboot im Internet

Schild am Eingang des KSP in der Leiterstraße

Mittels des Europäischen Sozialfonds starteten die AKTIVA Werkstätten am 01.06.2012 das Projekt "Reboot". Es soll einen Neustart für Menschen aus Potsdam ermöglichen, die im ALG ll-Bezug sind und psychische Vorerkrankungen hatten.
Soweit dies bisher eine der Ursachen für Einschränkungen in der Arbeitsvermittlung war, ist dies die angestrebte Zielgruppe des Projektes. Das Projekt hat eine Laufzeit von 1 Jahr.

Die Vermittlung in das Projekt erfolgt über die Sozialarbeiter der Ernst von Bergmann - Klinik des ZPPP in der Aue oder Charlottenstraße, durch das Potsdamer Jobcenter und durch eine persönliche Bewerbung in den AKTIVA Werkstätten (KSP), Projektleitung, Leiterstraße 10A, 14473 Potsdam.
Für persönliche Gespräche können Termine unter der Tel. Nr. 0331-23700261 vereinbart werden. Leiter des Projektes ist Herr Detlef Schröder.

Projektteilnehmer werden nach dem Kennenlernen von Kompetenzen und Interessen auf Praktikumsplätze außerhalb der Werkstatt vermittelt. Dort findet ein Training am Arbeitsplatz statt. Ein Jobcoach begleitet die Teilnehmer zu den Arbeitsplätzen und hält den Kontakt zu ihnen während des gesamten Projektzeitraumes. Als Jobcoach stehen lhnen zur Verfügung Frau Simone Neubauer und Frau Ute Raddatz, in Vertretungssituationen steht Frau Juliane Pollack zur Verfügung.
Bei möglichen Abbrüchen des Praktikums werden alternative Angebote gesucht.
Die tägliche Arbeitszeit beträgt 2, 4 oder 6 Std.
Für Tätigkeiten in Kinder- und Jugendeinrichtungen wird ein erweitertes Führungszeugnis benötigt (erhältlich im Rathaus), für Tätigkeiten in Küchen wird ein Gesundheitspass benötigt (ebenfalls im Rathaus zu erhalten).
Das Projekt unterstützt die Teilnehmer in ihrer Mobilität mit der Finanzierung des Monatstickets und ggf. weiterer Sachkosten.
Das ALG ll wird weiterhin an die Teilnehmer ausgezahlt; eine gesonderte Praktikumsvergütung erfolgt nicht. Der Mehrwert des Projektes ist hauptsächlich die individuelle Begleitung der angesprochenen Personen auf dem erneuten Weg in das Arbeitsleben.

Bewerbungen zur Teilnahme sind noch möglich.

Jahresendveranstaltung des Projekt "Reboot"
Jahresendveranstaltung des Projekt "Reboot"

Meinungen und Erfahrungen

Einige Teilnehmer des Projekte Reboot wurden befragt, ob sich für sie nach 6 Monaten Teilnahme etwas verändert hat.
Hier die spontanen Äußerungen gegenüber den Jobcoachs dazu:

"Durch das Projekt führe ich wieder ein geregeltes Leben. Bin nicht mehr so ruhig, ich habe jetzt im Freundeskreis etwas zu erzählen - über die Arbeit."

„Es tut gut arbeiten zu gehen, die Regelmäßigkeit wieder eine Aufgabe zu haben und sich gebraucht zu fühlen.“

"...durch das Projekt den Wiedereinstieg gefunden. Ich traue mir nun wieder mehr zu, bin gestärkt für einen festen Arbeitsplatz mit maximal 6 Stunden.“

"...hoffe, dass es durch die Arbeit bald besser geht. Bin bisher noch nicht davon überzeugt, aber ich halte durch.“

"...wieder Spaß an der Computerarbeit gefunden, eigenständig Aufgaben zu übernehmen und zu vollenden.“

"...sehe die Arbeit und die damit verbundene Regelmäßigkeit als Therapie.“

"...ich steige auch wieder in volle Straßenbahnen ein.“

"...schaffe nach langer Zeit von 2 Stunden täglicher Arbeit inzwischen 4 Stunden und bei Veranstaltungen bis zu 8 Stunden.“

"...positiv ist die enge Betreuung und Aufnahme im Team ohne Vorbehalte.“

"...hat sich seit dem alles zum Positiven verändert, bekomme positive Rückmeldung von der Familie und Betreuern.“

Arbeitstreffen Reboot 13. Februar 2013

Am 13. Februar 2013 gab es ein Arbeitstreffen in den AKTIVA Werkstätten im Oberlinhaus. Die Vertreter der folgenden Institutionen :
• Landeshauptstadt Potsdam GS Arbeitsmarktpolitk,
• Psychiatrie-Zentrums am Klinikum „Ernst von Bergmann“,
• Jobcenter Landeshauptstadt Potsdam,
• LASA Brandenburg
• Jobcoachs Projekt Reboot
• AKTIVA Werkstätten im Oberlinhaus
werteten den Sachstand zum Projekt per 31. Dezember 2012 aus.
Grundlage bildete hierzu eine ausführliche und kommentierte Darstellung statistischer Ergebnisse und Bewertungen einzelner Erhebungen und Ergebnisse. An Hand dieser Fakten war die Komplexität der Aufgaben bei einer angestrebten Arbeitsintegration erkennbar.
Im Laufe der Diskussion und der Redebeiträge wurde den AKTIVA Werkstätten von allen Teilnehmern bestätigt, dass die bisher gezeigten Resultate erfolgreich sind und der Projektverlauf positiv bewertet wird.
Ergänzend ist zu erwähnen, dass das Projekt Reboot bis zum Ende der Projektzeit (31. Mai 2013) weiterhin neue Projektteilnehmer aufnehmen kann. Diese werden dann nach Aussage Frau Beyer (LASA) in dem Folgeprojekt „futuro“ als „alte Teilnehmer“ geführt.
Zum Projekt „futuro“ (Startbeginn 01.Mai 2013) der Landeshauptstadt Potsdam aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) wird zu einem späteren Zeitpunkt hier noch informiert.

Reboot Teilnehmertreffen 21.02.2013

Foto: "Quartalstreffen der Telnhemer des Projekts "Reboot"

Die Teilnehmer des Projektes Reboot waren zum vierteljährlichen Treffen in die Räume der AKTIVA Werkstätten Leiterstrasse 10 a eingeladen. Die Einladung nahmen 9 Teilnehmer an.
Die Verantwortlichen des Projektes stellten den bisherigen Verlauf, die Probleme und die Ergebnisse von Reboot in einer kurzen Repräsentation dar. Die beiden Jobcoachs ergänzten mit ihren Beiträgen und gaben einen Überblick zu ihrer Arbeit.
Die anschließenden Wortbeiträge und Diskussion der Teilnehmer mit ihren Erfahrungen ergaben eine positive Rückmeldung zum Projekt Reboot. Die Änderungswünsche werden in der noch verbleibenden Zeit berücksichtigt.
Als Abschluss gab es ein Ausblick zum Folgeprojekt „futuro“ der Stadt Potsdam.
Mit diesem Projekt besteht die Möglichkeit für ein weiteres Jahr langzeitarbeitslose Menschen mit psychiatrischer Erkrankung für den Arbeitsmarkt zu trainieren.
Es könnte unter Vorbehalt der Zustimmung und der Auftragserteilung durch die Stadt Potsdam wiederum durch die AKTIVA Werkstätten Potsdam realisiert werden.

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